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Voll Freude machten sich die Kinder heute auf der schneebedeckten Strasse auf den Weg zum Waldkindergarten. Was war denn das für eine breite Schlittenspur? Ist die wohl von Schmutzlis Schlitten? Der Schlitten war wohl den Sommer über im Schopf, die Fahrspur ist ganz rostig. Plötzlich entdeckten einige Kinder am Waldrand eine gebückte Gestalt mit einem mit Holzrugel beladenen Schlitten. Im näher Kommen erkannten wir einen uns bekannten Anwohner. Mit grossem Interesse umkreisten die Kinder ihn und stellten Fragen. Die Holzrugel waren innen hohl, was macht er wohl damit? Der Mann erklärte den Kindern, dass er dem Wiesel eine Behausung über den Winter an seiner Hauswand ermöglichen wollte und deshalb diese hohlen Holzrugel aufschichten werde. Weil er keine Katze besitze, halte ihm das Wiesel den Winter über die Mäuse vom Hause fern! So spannend, was die Kinder da von ihm erfuhren.

Auf unserem Weg zum Waldkindergarten entdeckten die Kinder im frischen Schnee so manche Tierspur. Mit Hilfe der Spurenkärtchen an ihren Rucksäcken deuteten sie die Spuren und ordneten sie den entsprechenden Tieren zu.

Kaum im Waldkindergarten angekommen, wurden wir auf einen Glockenklang aufmerksam: «De Sternlisamichlaus chunnt…» tönte es voll Freude durch den Wald!

Oh wie schön, er hat uns nicht vergessen! In diesem Jahr durfte er nicht zu uns in den Unterstand sitzen, der Corona Massnahmen wegen musste er Abstand nehmen und durfte den Kindern die Hand nicht geben. Aber er war gekommen und das war die Hauptsache! Voll Stolz und ganz mutig sagten viele der Kinder ihr gelerntes «Sprüchli» auf. Auch das Lieblingslied vom Samichlaus: «Liechtli my…» durfte nicht fehlen, bevor er langsam wieder Abschied nahm und uns zwei grosse Säcke voll Überraschungen schenkte.

Den restlichen Tag vergnügten sich die Kinder zum ersten Mal in diesem Jahr mit «Böbble». Der Aufenthalt in der Schneeluft gab grossen Hunger; vier Liter Samichlaussuppe und sechs Liter Punsch wurden anschliessend verdrückt!

Glücklich und auch etwas müde traten wir nach diesem herrlichen Waldtag am frühen Nachmittag den Heimweg an.

Barbara Rudolf, Kindergartenlehrperson